Deutschen Jüngstenmeisterschaft in Berlin 2011

Stade-sailing bei der IDJüM-Berlin

Die Regattagruppe des BWV HANSA und des Seglervereins Stade ist am 25.7.2011 mit vier Teeny’s, einem Motorboot, acht Seglern und ihrem Trainer zur Deutschen Jüngstenmeisterschaft in Berlin aufgebrochen.

Die Meisterschaft sollte erst am 1. August starten, aber wir wollten noch ein intensives Vorbereitungstraining absolvieren, um das Revier kennen zu lernen und alle Manöver perfekt zu beherrschen.
In dieser Woche hatten die begleitenden Eltern zusätzlich ein klasse Begleitprogramm vorbereitet, so dass Stade-sailing bei Madam Tussaud zu Gast war, in einer Stretch-Limousine fahren konnte – natürlich im Party-Modus – und auch den Bundestag besuchen konnte. Die Stimmung war daher klasse.

Bei der Vermessung unserer Teenys gab es nur an einem Segel eine Kleinigkeit zu bemängeln, die aber glücklicher Weise schnell behoben werden konnte. Anschließend erfolgte das Practic-Race, eine Wettfahrt, die von der Klassenvereinigung der Teenys ausgelobt wird. Zunächst sollte diese Wettfahrt an der „Scharfen Lanke“ stattfinden, aber als wir nach ¼ Stunde Schlepp dort eingetroffen waren, gab es keinen Wind. Daher wurden wir wieder angebunden und eine weitere halbe Stunde zur „Großen Breite“ geschleppt. Nach einiger Wartezeit gelang es dann doch dort die Wettfahrt zu segeln. Zurück an Land folgte dann die Siegerehrung, bei der es für alle Mitglieder der Klassenvereinigung (KV) eine große Auswahl an Preisen gab. Nach der anschließenden Mitgliederversammlung der KV fand endlich die Eröffnungsparty statt, wo am Ende fast alle rumtanzten obwohl am Anfang sich keiner wirklich traute. Um 22:30 war aber doch Schluss, weil am nächsten Tag die Steuermannsbesprechung bereits für 9:00 festgelegt war.

Wir erreichten den ausrichtenden Verein, den YCSt, jeden Tag mit dem extra eingerichteten Shuttle-Bootsservice. Am ersten Tag der Meisterschaft war das Wetter gemischt aber mit Wind. Wir konnten daher drei Wettfahrten segeln, mit deren Ergebnis wir relativ zufrieden sein konnten. Am Abend war eine Kanuwettfahrt vorgesehen was allen ziemlichen Spaß machte. Das Team Stade-sailing erreichte dabei Platz vier!

An diesem Tag ging es früher ins Bett, da wir am nächsten Tag noch bessere Ergebnisse erzielen wollten, doch leider wurde daraus nichts, weil fast kein Wind war und wir keine Wettfahrt wirklich starten konnten auch nicht nach den vier Startversuchen der Wettfahrtleitung. Naja, irgendwie gelang es doch noch eine Wettfahrt zu segeln, aber wir hatten trotzdem unserem Spaß auf dem Wasser, da die Sonne schien und es warm genug zum baden war. Als der Wettfahrtleitung klar wurde, dass auch nach tausend weiteren Startversuchen der Wind nicht besser würde, wurden wir wieder zurück geschleppt. An diesem Abend stand Optibalancieren auf dem Abendprogramm. Dabei sollten wir über mehrere aneinander gebundene Optis einen Prahm erreichen. Das war zwar ziemlich spaßig, aber weil es sich etwas in die Länge zog, wurden einige Interessenten von der mittlerweile kühleren Wassertemperatur abgeschreckt.

Am dritten Tag wurde wieder früh aufgestanden und nach der täglichen Steuermannsbesprechung wieder rausgefahren. Es war unerwartet sehr viel mehr Wind und die Wettfahrtleitung brachte 4 Wettfahrten durch. Am Abend waren alle ziemlich geschafft und wollten ins Bett. Daher nahmen nur wenige am Bullenreiten teil, das für diesen Tag vorbereitet war.

Der vierte Tag sollte eigentlich der freie Tag sein, an dem wir in den Filmpark Babelsberg wollten, doch die Wettfahrtleitung verschob den Ausflug auf Freitag. Keiner fand das wirklich toll, denn alle hatten sich schon sehr darauf gefreut, aber die Wettfahrtleitung blieb hart, weil Windfinder meinte, das heute Wind sein sollte. Leider hatte Windfinder Unrecht und es wurde keine Wettfahrt gesegelt. Für den Filmpark war es dann leider schon zu spät. Als dann am Abend auch noch die Nachricht kam, dass am nächsten Tag wieder gesegelt werden musste, waren alle recht traurig, einerseits weil der Besuch nun ausfallen würde, andererseits hatten viele schon ihre Kraft verbraucht.

Deshalb fuhren am nächsten Tag viele die 2 Wettfahrten lustlos, – man sah es deutlich an den Ergebnissen. Damit hatten wir jetzt 10 Wettfahrten. In der Ausschreibung standen aber 12 Wettfahrten. Also standen am Samstag noch 2 Wettfahrten an, aber als wir am nächsten morgen aufstanden war es heiß, sonnig und absolut glattes Wasser. Wir fuhren trotzdem raus. Da man aber mit keinem Wind nicht segeln konnte, versuchten wir nicht mal zu starten. Wieder wurde gebadet und viel Quatsch gemacht.

Dann folgte endlich die Siegerehrung. Mitten auf der Wiese im Sonnenschein, kamen wieder alle 43 Teams zusammen. Die deutschen Meister wurden Moritz Jung und Georg Müller vom MSC. Die beiden Teenys des BVW HANSA erreichten Platz 18 (Paula) und Platz 30 (Paul). Dieses Team segelt aber noch in der U14-Wertung, wo sie dann Platz 9 erreichten. Die Segler des SVSt lagen auf Platz 10 und Platz 20. Damit hatten sich alle deutlich gegenüber ihrer Platzierung auf der Qualifikationsrangliste verbessert.

Nis Bennet Fahl

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