Regatta in Medemblik (Holland), April 2011
Vom 16.04. bis zum 18.04. waren Steffen Mühlenkamp und ich (Jan Torge Fahl) bei der United 4 Regatta in Medemblik (Holland) dabei. Normalerweise segeln wir beide auf zwei verschiedenen 420ern, aber da unsere entsprechenden Partner nicht dabei waren, entschlossen wir uns einen Versuch zu wagen und es miteinander zu probieren.
Steffen als Steuermann und ich als Schotte, klang nach einer vielversprechenden Kombination, sodass wir und am letzten Schultag hochmotiviert auf den Weg nach Medemblik begaben. Die Windvorhersage sah für uns eigentlich verhältnismäßig schlecht aus. Bei einem Crewgewicht von ca. 150 kg sind knappe 2 Beaufort nicht allzu feierlich… - dennoch konnte die Prognose unsere gute Laune nicht vermasseln.
Mit meiner Mutter und den klassischen Klängen von Linkin Park brachten wir die ca. 5 stündige Fahrt schnell hinter uns. Unterwegs fiel uns auf, dass wir sehr gut vorbereitet waren: 5 Spinnaker, 3 Vorsegel und 4 Großsegel - der Sturm konnte kommen! Die Absprache untereinander kann offensichtlich noch optimiert werden!
Morgens um 6.45 Uhr aufstehen, um pünktlich um 11 zu starten ...
Bei uns lief die erste Wettfahrt schlecht. Mit einem 20. Platz von 24 Teilnehmern waren wir nicht wirklich zufrieden. Doch die folgende Wettfahrt brachte die Überraschung: Mit einem 10. Platz hatten wir unsere Erwartungen nicht nur erfüllt, sonder sogar übertroffen! Auch unser Kadertrainer Andreas Ebel konnte wieder lachen, als er feststellte, dass die zahlreichen Trainingslager nicht umsonst waren.
Am nächsten Morgen wurde erst einmal Windfinder gecheckt: nicht wirklich vielversprechend! Es wurden sagenhaften 1-2 knt bis zum Nachmittag angekündigt, und wir waren dementsprechend nicht sonderlich begeistert. Die Wettfahrtleitung reagierte wie zu erwarten und zog erst einmal eine Startverschiebung hoch, sodass wir dann bei wirklich absoluter Flaute an Land warten mussten.
Gegen 13 Uhr kam Wind, bzw. der Nebel verzog sich und die Thermik setzt sich durch. Der anfangs eher schwache Wind wurde kontinuierlich mehr, sodass wir am Ende unter halbwegs vernünftigen Bedingungen noch 3 Wettfahrten zustande brachten. Unsere Ergebnisse waren für unseren ersten Wettkampf akzeptabel. Aber wir kamen ganz einfach nicht mit den Konditionen klar. Alle Versuche, uns weiter nach vorne zu arbeiten schlugen fehl, und auch eine längere Teambesprechung konnte nichts daran ändern, dass wir einen 20. Platz und einen 22. Platz segelten.
Die holländischen Teams sind einfach gut. Dementsprechend niedergeschlagen war die Stimmung an Bord, doch dank der Erkenntnis, dass wir unsere erste gemeinsame Regatta besser gemeistert hatten als erwartet, konnten uns auch unsere schlechten abschließenden Ergebnisse nicht die Stimmung verderben.
An dieser Stelle möchten wir uns auch nochmal herzlich bedanken bei unserem Kadertrainer Andreas Ebel, mit dem wir ein wirklich schönes Segelwochenende verbringen durften, der uns mit Rat und Tat zur Seite stand und uns motiviert hat, wenn die Stimmung wirklich im Keller war.
Herzlichen Dank an „die Holländer“, also Jeanine und Marchien Speelmann und deren Familie, sowie Hund, dass wir ihre Nerven strapazierten und bei ihnen wohnen durften. Es war wirklich schön!
Und zu guter Letzt noch DANKE an meine Mutter Ingeborg, die die Strapazen auf sich genommen hat, mit uns die 5-stündige Reise nach Medemblik und zurück zu meistern, und die den gesamten sonstigen Support gemacht hat!
Herzlichen Dank!
Jan Torge Fahl und Steffen Mühlenkamp


