Tenny Trapez in Steinhude


Am 07.Mai waren Merle und ich, als einziges Team von stade-sailing zur Regatta am Steinhuder Meer. Die Windvorhersagen waren relativ gut und wir fuhren früh morgens los.

Nach 2 1/2 Stunden Autofahrt kamen wir endlich im HYC (Hannoverscher Yacht Club) an. Ein sehr schönes Revier, doch störte der ziemlich oft drehende Wind.
Wir luden unser Boot ab und merkten, dass wir zwar zwei Masten dabei hatten - aber keiner davon war unserer. Es blieb nur, einen fremden Mast auf zu riggen, was aber problemlos ging.

Danach hieß es warten. Als um 12:15 die Steuermanns Besprechung stattfand, waren wir in der Sonne schon fast geschmolzen. Aber dann ging es doch los: wir zogen uns um und slippten unser Boot. Das Wasser war verdammt flach, daher mussten wir ohne Schwert aus dem Hafen paddeln. In der Mitte des Gewässers nahm dann aber der Wind zu und wir konnten vernünftig segeln. Was störte, waren die vielen kurzen Böen, wegen derer man in der Vorschot ziemlich turnen musste. Als auch das geschafft war, fuhren wir zum Regattafeld - nur um zu merken, dass Start zunächst um 45 Minuten verschoben war - nicht gut!
Immerhin hatte der Wind ein bisschen zugenommen, sodass es am Ende ca. 5 Windstärken herrschten. Uns blieb nicht anderes übrig: gechillt warten auf dem Boot. Gefühlte Jahre später kam dann endlich unser Signal und wir nahmen wieder die Segel dicht. Nach einem guten 7. Platz, war die Stimmung kurzzeitig oben. Doch nach einer etwas weniger guten Wettfahrt (Platz 8) war sie wieder auf den Normalpunkt. Nach insgesamt vier Stunden auf dem Wasser hatten wir den ersten Regattatag geschafft.

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Doch das Härteste stand uns noch bevor
: Im Steinhuder Meer war so wenig Wasser, dass wir sehr früh das Schwert hoch ziehen mussten. Wir zwei Experten entschlossen uns deshalb dazu, das Großsegel frühzeitig herunter zunehmen und nicht wie alle anderen mit Vollspeed zur Slipbahn zu fahren. Das war ein echter Fehler. Wir wurden ziemlich abgetrieben, so dass wir auch noch die Fock runter nehmen mussten. Dadurch waren wir ohne Antrieb, und mussten Paddeln (auf den Gedanken über Bord zu springen und zu ziehen sind wir leider nicht gekommen). Als dann auch diese kräftezehrende Arbeit geschafft war, slippten wir, bauten wir unser Boot ab und aßen Hühnerfrikassee.
Weil für den Folgetag nur eine Wettfahrt vorgesehen war, bei der wir unsere Platzierung nur durch ein extrem besseres Ergebnis verändern konnten, haben wir auf die letzte Wettfahrt verzichtet und waren mit Platz 8 von 13 nicht unzufrieden. Im Vergleich zu der vorrangegangenen ersten gemeinsamen Regatta (Platz 10 von 12) hatten wir uns doch eindeutig besser geschlagen.

Nis Bennet Fahl – Team GER 671 „Paula“

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